Gesunde Lebensweise trotz des Schichtdienstes - TEIL III

Gesunde Lebensweise trotz des Schichtdienstes - TEIL III

TROTZ ABWEICHUNG VOM PLAN ERFOLGREICH BLEIBEN:
Eine weitere Herausforderung, die uns eine Ernährungsumstellung schwer macht, ist die spontane Akutlage. Es gibt immer wieder Tage, an denen wir durchgehend gefordert sind. Wir eilen von einem Eilfall zum nächsten. Die Konsequenz ist, dass alles andere nach hinten geschoben werden muss. Die mitgebrachten Mahlzeiten vereinsamen anschließend am Arbeitsplatz. Es scheint so, als hätte sich das Schicksal gegen uns gewandt. Was bleibt uns also übrig?

Naja, hier ist unsere Kreativität gefordert. Es müssen Gerichte gewählt werden, die wir auch auf dem Einsatzfahrzeug mitführen können. Auf dem „Blaulichtflitzer“ können wir nichts warm machen. Daher solltet ihr Mahlzeiten wählen, die euch auch im kalten Zustand schmecken. So könnt ihr euch einen Salat zubereiten, den ihr mit Nüssen, Fleischstreifen, Eiern, Reis, Buchweizen und anderen energiereichen Zusätzen modifizieren könnt. Achtet darauf, dass schnellverderbliche Lebensmittel gekühlt gehalten werden sollten. Eine mitgeführte Kühltasche erscheint zunächst als etwas übertrieben und vielleicht auch als unrealistisch. Doch das liegt an der Grundeinstellung. Probiert es einfach aus und ihr werdet es nicht bereuen. Ein schlanker und gesunder Körper sowie ein konzentrierter Geist wird es euch danken.

Wer es dennoch weiterhin als unpraktisch ansieht, kann auch auf Sandwiches zugreifen. Das Brot kann mann durch Salatblätter ersetzen, die Butter durch eine Avocado- oder eine Quarkbärlauchcreme. Der Belag sollte nicht nur aus fetten Käse- und Wurstscheiben bestehen, sondern kann z.B. durch Gurken- und Tomatenscheiben ersetzt oder zumindest ergänzt werden. Auch ist es möglich ein paar Bananen, Äpfel oder andere Obstarten mit Nüssen als Snack zu kombinieren.

WASSER BEDEUTET LEBEN:
Einen weiteren wichtigen Punkt, der ebenfalls für eine gesunde Lebensweise unabdingbar ist, stellt der Wasserhaushalt dar. Der menschliche Körper besteht je nach Veranlagung und Geschlecht aus ca. 50-70% Wasser. Nicht umsonst wird von allen Ärzten und Gesundheitsgurus empfohlen, im Verlauf des Tages ausreichend Flüssigkeit aufzunehmen. Damit sind allerdings nicht Softgetränke gemeint, sondern wirklich nur das natürliche Wasser. Wer immer wieder auf Cola und Co zugreift, nimmt nicht nur hohe Mengen an Zucker auf, sondern auch zahlreiche Zusatzstoffe, die hohe Gesundheitsrisiken in sich bergen. Somit solltet ihr idealerweise auf Mineralwasser, Tees und verdünnte selbstgemachte Säfte zugreifen. Kaffe sei euch auch gegönnt. Jedoch solltet ihr den Konsum gering halten. Mehr als zwei bis drei Tassen am Tag sollten es nicht sein.

OHNE BEWEGUNG KEINE GESUNDHEIT:
Im Anschluss an die Ernährung folgt die kritische Auseinandersetzung mit der Thematik der Bewegung. Wenn wir ehrlich sind, haben wir uns in den meisten Fällen für eine bequeme Lebensweise entschieden. Selbstverständlich ist es auch eine Frage der Voraussetzungen. Oftmals sind nur ein paar Stunden Sport, die uns aufgrund des Alltages zur Verfügung stehen, innerhalb eines Monats möglich. D.h. selbst wenn wir es wollten, können wir uns im Rahmen unserer Freizeit aufgrund unseres inneren Schweinehundes nur sehr schwer fit halten.

Doch das sind einfach nur Ausreden. Niemand muss sich deswegen schlecht fühlen. So sind wir Menschen. Es gilt nun den Teufelskreislauf bestehend aus Übermüdung, Faulheit und Gewohnheit zu durchbrechen. Jeder von uns ist selbst gefragt, ob er sein Leben ändern möchte. Meines Erachtens sollte es jeder wollen. Denn nur eine bestimmte Grundfitness ermöglicht es uns, unsere Aufgaben zu bewältigen und bis ins hohe Alter trotz eines Schichtdienstes gesund zu bleiben.

Um wieder die zeitliche Komponente zu überlisten, sollten wir uns mit unserem Tagesablauf auseinander setzten. Als Erstes können die meisten von uns zur Arbeit mit dem Fahrrad oder zu Fuß kommen. Wer auf das Autofahren angewiesen ist, muss auf andere Möglichkeit zugreifen. Es ist nicht notwendig stundenlang im Fitnessstudio zu trainieren, um auf sein tägliches Bewegungspensum zu kommen. Wer nach dem Aufstehen zuhause eine kleine Trainingseinheit ausübt, kann bereits zu Beginn des Tages ein Häkchen auf seiner Checkliste für tägliche Sportaktivitäten setzen. D.h. bestimmte Räumlichkeiten oder Trainingsgeräte sind gar nicht notwendig, um etwas Sport zu treiben. Zu bevorzugen, sind aber weiterhin Outdoor-Aktivitäten, wie z.B. Joggen oder Fahrrad fahren. Bewegung baut Stresshormone ab, regt euren Stoffkreislauf sowie eure Verdauung an und beliefert euer Gehirn und Körper mit neuem Sauerstoff.

Mittlerweile gibt es zahlreiche günstige oder gar kostenlose Fitness-Apps, die euch einen Trainingsablauf an die Hand geben und euch sogar daran erinnern, euch wieder zu bewegen. Es ist nicht wichtig, ob ihr euch fünf Minuten oder eine Stunde aktiv betätigt. Es ist alles besser, als nichts zu machen. Habt ihr Schwierigkeiten alleine zu trainieren, dann organisiert euch in Gruppen. Gemeinschaftliches Training motiviert und hilft soziale Kontakte zu pflegen.

Dem Stress den Kampf ansagen!:
Kommen wir nun zum nächsten Punkt, dem Stress. Der Stress wird von uns sowohl bewusst als auch unbewusst wahrgenommen. Insbesondere die letzte Kategorie beeinflusst uns jeden Tag aufs Neue. Die negativen Auswirkungen sind enorm. Der Stress macht uns aggressiv, lässt uns ermüden und beeinflusst uns auf Dauer sowohl körperlich als auch geistig in einer sehr negativen Weise. Dies kann im Extremfall zu irreparablen Schäden und chronischen Erkrankungen führen. Weiterhin beeinträchtigen die daraus resultierenden Folgen unser Verhalten in jeglicher Hinsicht. Wir haben Schwierigkeiten unsere Ziele der gesunden Lebensweise umzusetzen. Die Konsequenz sollte für jedermann heißen: Stress muss möglichst minimiert werden! Es ist natürlich leichter gesagt als getan. Allerdings ist es möglich. Hierfür müsst ihr euch selbst reflektieren. Eine ehrliche Aufarbeitung der eigenen Situation ist die Grundvoraussetzung dafür. Werden Ursachen für Probleme erkannt, müssen Strategien erstellt werden, um diese zu lösen.

Fazit:
Wie ihr seht, gibt es viele Aspekte, die euch verhelfen können, trotz des Schichtdienstes gesund zu leben. Wichtig ist es am Anfang, kleine Schritte zu gehen. Euch langsam heranzutasten, was auf Anhieb umsetzbar ist und was nicht. Man muss nicht alles perfekt machen und es macht überhaupt nichts, wenn ihr euer Vorhaben nicht direkt umsetzen könnt. Wichtig ist nur, dass ihr am Ball bleibt und eure Motivation nicht verliert. Wenn ihr eine Trainingseinheit auslasst oder aus Zeit- und Motivationsmangel wieder zur Pizza und Cola greift, habt kein schlechtes Gewissen. Scheitern gehört zum Lernen. Neue Gewohnheiten stellen sich erst mit der Zeit ein. Es ist eine Entwicklung, die euch euer Leben lang begleiten wird. Früher oder später werdet ihr eure goldene Mitte finden. Wichtig ist nur, dass ihr es ausprobiert und nicht aufgibt!

Be A Health Rocker And Rock Your Health!