Gesunde Lebensweise trotz des Schichtdienstes - TEIL II

Gesunde Lebensweise trotz des Schichtdienstes - TEIL II

GESUNDE LEBENSWEISE TROTZ DES SCHICHTDIENSTES - TEIL II

ERNÄHRUNGSUMSTELLUNG TROTZ SCHICHTDIENSTES:
Als Nächstes wollen wir uns mit der Ernährung befassen. Das Ziel sollte sein, auf künstlich hergestellte Nahrung zu verzichten. Daneben ist es ebenfalls unabdingbar darauf zu achten, die Kalorienmenge auf einem neutralen Niveau zu halten. Wer zu viel isst, wird übergewichtig. Wer sein Gewicht halten möchte, darf nicht über seinen täglichen Kalorienbedarf kommen. Wer abnehmen möchte, muss sich in einem Kaloriendefizit befinden. Die Regeln sind klar, aber wie schafft ihr es, euch daran zu halten?

Zunächst einmal ist es wichtig, die Mahlzeiten und deren Vorbereitung zu planen. Das heißt hier ist euer Zeitmanagement gefragt. Wer von vorne rein sagt, er schafft es einfach aufgrund von Zeitmangel nicht, sollte seine Prioritäten überdenken. Hierbei geht es in erster Linie nicht um den Verzicht, sondern um die Entscheidung für eine gesunde Lebensweise. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es einem oftmals als unmöglich erscheint, sich Zeit fürs Kochen zu nehmen. Man redet sich ein, dass andere Dinge den Vorrang haben. Doch was ist wichtiger als die eigene Gesundheit und das damit einhergehende Wohlbefinden? Ich glaube nichts. Um es drastisch auszudrücken: Wer krank ist, hat auf überhaupt nichts mehr Lust, außer auf eine schnelle Genesung. Wie durchbricht ihr nun diesen Teufelskreislauf?

Das Vorkochen verhalf bereits vielen Menschen und hat sich in Sachen Ernährungsumstellung als die Nonplusultra-Maßnahme etabliert. Meine Empfehlung ist, die Mahlzeiten bereits am Vortag vorzukochen. Wer kaum Zeit finden sollte, kann auch für mehrere Tage vorkochen und die Mahlzeiten im Kühlschrank oder Tiefkühltruhe aufbewahren. Das Argument, dass durch die Lagerung viele Mikronährstoffe verloren gehen, gilt nicht. Denn was ist die Alternative, wenn ihr nicht selber kocht? Ihr werdet in solchen Fällen vermutlich zu den Angeboten der gängigen Restaurants und Fast-Food-Ketten greifen. Die angebotenen Gerichte enthalten dann viele ungesunde Fette sowie kurzkettige Kohlenhydrate und definitiv weniger Vitamine und Mineralien als die selbstgekochten Mahlzeiten. Die resultierende Kombination bietet euch auf Dauer nichts weiter als eine Gewichtszunahme sowie wiederkehrende Müdigkeitserscheinungen, Heißhungerattacken sowie eine hohe Insulinausschüttung.

Für das Zubereiten und Verzehren eurer Mahlzeiten empfehle ich euch folgende Grundregeln: Versucht den Anteil von frischem Gemüse und Obst so hoch wie möglich zu halten. Vertragt ihr Rohkost nicht so gut, dann dünstet das Gemüse und nutzt das Obst als Snack. Nutzt Fleisch, Getreideprodukte nur als Beilage und nicht als Hauptmahlzeit. Eure Saucen solltet ihr selbst herstellen. Dabei solltet ihr weitestgehend auf fettreiche Lebensmittel verzichten. Hierbei eignen sich Joghurt sowie Avocados ideal als Grundbasis. Um einen schnellen Sättigungsgrad zu erreichen, solltet ihr auf Wasserzufuhr vor dem Essen und nach dem Essen setzen. Sicherlich wird der Verdauungsprozess dadurch verlangsamt, jedoch werdet ihr durch diesen kleinen Trick auch weniger verzehren. Sobald sich eine Routine eingestellt hat, kann man die Wasseraufnahme im Rahmen des Essvorganges wieder reduzieren. Seht es einfach als eine Möglichkeit an, eure Mahlzeiten klein zu halten.

Für die Zwischenmahlzeiten eignen sich idealerweise Gemüsesticks oder kleine Portionen von Obst. Ihr könnt auch gerne auf Eier oder Nüsse zugreifen, um bis zur nächsten Hauptmahlzeit durchzuhalten. Auch wenn die zuletzt genannten Lebensmittel Kalorienbomben darstellen, stellen sie eine bessere Alternative zu Pizza, Brötchen, Süßigkeiten und Co dar. Eine weitere Möglichkeit einer gesunden und gleichzeitig schnellen Nahrungsaufnahme nehmen selbstgemachte Smoothies und Shakes ein. Diese beliefern euch nicht nur mit essentiellen Vitaminen und Mineralien, sondern ermöglichen euch gleichzeitig eine schnelle Verzehrmöglichkeit.

Wer keine Zeit hat, nach dem Aufstehen ein Müsli oder Fruchtjoghurt zuzubereiten, kann schnell ein paar Früchte, Beeren, Salatblätter mit Wasser zu einem Smoothie mixen. Diesen könnt ihr direkt trinken oder in einem geeigneten Behälter zur Arbeit mitnehmen. Darüber hinaus könnt ihr auch gerne einfach eine Banane, mit ein bis zwei Löffeln Haferflocken unter Einbindung von Milch zu einem selbst gemachten Shake in einem Mixer umwandeln. Wer Unverträglichkeiten gegen Milch- oder Getreideprodukte aufweist, sollte auf andere Alternativen zugreifen.